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Von der Awareness zur Umsetzung:

Quantum Security Transition

Quantencomputer, die heutige Verschlüsselung brechen können, sind noch keine operative Realität – das Risiko ist es bereits. Über „Harvest now, decrypt later” gesammelte Daten von heute könnten morgen entschlüsselt werden. Die Frage lautet deshalb nicht mehr „wann”, sondern: Sind wir rechtzeitig bereit?

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Herausforderungen

Wenn die Rechenleistung die heutige Verschlüsselung überholt

Viele Verschlüsselungsverfahren beruhen auf der Zerlegung grosser Primzahlen.

Genau in dieser Problemstellung sind Quantencomputer besonders leistungsfähig. Sobald ausreichend stabile Qubits verfügbar sind, verlieren klassische Verfahren wie RSA ihre Schutzwirkung. Neue, quantensichere Methoden sind aber bereits auf dem Markt erhältlich.

Harvest now, decrypt later

Verschlüsselte Daten, die heute abgefangen und gespeichert werden, können entschlüsselt werden, sobald genügend Quantenrechenleistung zur Verfügung steht. Für Daten mit langer Vertraulichkeitsdauer ist das Risiko schon jetzt real.

Wann wird Quantum Computing zum Thema?

Zwei Indikatoren zeigen, wie schnell sich das Feld entwickelt – und warum Vorbereitung heute beginnen sollte, nicht erst bei der ersten praktischen Bedrohung.

Qubit-Wachstum

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Quantencomputern ist, dass ein einzelnes hinzugefügtes Qubit die Rechenleistung verdoppelt. Verfolgt man die öffentlich kommunizierten Roadmaps grosser Hersteller, zeigt sich zusätzlich ein exponentieller Anstieg der verbauten Qubits.

Patentanmeldungen als Frühindikator

Auch die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich Quantum Computing wächst exponentiell. Patente gelten typischerweise als Vorläufer – die praktische Umsetzung folgt mit Verzögerung, aber sie folgt.

Ein klarer Weckruf der FINMA

Fünf Handlungsfelder aus der Aufsichtsmitteilung 05/2026

Anfang Juli 2026 hat die FINMA eine Aufsichtsmitteilung zu Quantum Computing veröffentlicht. Formal richtet sie sich an FINMA-regulierte Banken und Versicherungen, inhaltlich ist sie jedoch für jede Organisation mit sensiblen Daten relevant.

FINMA-Aufsichtsmitteilung 05/2026 (PDF)

1. Kryptoagilität

Fähigkeit von IT-Systemen, Verschlüsselungsalgorithmen schnell und flexibel auszutauschen.

2. Inventare und Risiko

Verschlüsselungsverfahren und Datenklassifikation, insbesondere die Dauer der Vertraulichkeit von Informationen.

3. Prozessanalyse

Welcher Prozess braucht welche Verschlüsselung, wieso und wie kryptoagil ist er heute?

4. Datenanalyse

Welche Daten sind wieso kritisch und was bedeutet das konkret im Quanten-Kontext?

5. Abhängigkeiten

Abhängigkeiten zu externen Dienstleistern und deren eigene Kryptoagilität.

SPIE ICS begleitet Sie

Von der Strategie bis zur Umsetzung

Die post-quantenkryptografische Transition ist ein Transformationsprogramm, das Zeit, Methode und eine bereichsübergreifende Sicht verlangt.

Risikoanalyse

Wo und wie wird Kryptografie heute eingesetzt – und wo entstehen „Harvest now, decrypt later”-Risiken?

Kryptografische Bestandsaufnahme

Zertifikate, Protokolle, Signaturen, Schlüssel, Applikationen, Code-Bibliotheken und Lieferantenabhängigkeiten kartieren.

Kontextualisierung und Priorisierung

Vertraulichkeit, Schlüsselaustausch, digitale Signaturen und Langzeitnachweise unterscheiden und priorisieren.

PQC-Roadmap

Eine realistische, priorisierte Migrationsplanung, um nicht vom Takt der Regulatoren überrascht zu werden.

Kryptografische Governance

Krypto-Agilität in Architekturen, Verträge, IT-Prozesse und künftige Projekte fest verankern.

Team-Unterstützung

Begleitung der technischen und fachlichen Teams – inklusive hybrider Ansätze, wo sinnvoll.

Events & Webinare

Vertiefen Sie das Thema mit unseren Experten.

Nehmen Sie an unseren Veranstaltungen und Webinaren teil, um die Erwartungen der FINMA besser zu verstehen, sich mit unseren Experten auszutauschen und die nächsten Schritte Ihrer Quanten-Transition zu identifizieren.

Unsere Lösung

Eine Transformation dieser Grössenordnung lässt sich nicht manuell steuern.

Kryptografie ist die am weitesten verbreitete Sicherheitsmaßnahme in Unternehmen – und eine der am wenigsten verwalteten. Sie hat sich über Jahrzehnte hinweg unbemerkt angesammelt, ist in die Infrastruktur, Applikationen, Protokolle und Drittanbieter-Services eingebettet, hat meist keinen Eigentümer und es gibt keine durchgehende Sicht auf den Stand im Vergleich zur eigenen Policy. Deshalb kombinieren wir Beratung mit einer Technologie, die den gesamten kryptografischen Bestand laufend sichtbar macht – von der Entdeckung bis zur Behebung.

Vier Elemente. Ein Kreislauf.

  1. Discovery: Sehen, welche Kryptografie im Einsatz ist – und wo genau: on-premise, Cloud, Code, Netzwerk.
  2. Korrelation & Kontextualisierung: Befunde mit den betroffenen Assets, Applikationen und dem Geschäftskontext verknüpfen.
  3. Policy & Triage: Gegen die eigene Kryptografie-Policy messen und priorisieren, was tatsächlich zählt.
  4. Remediation: Vom „was ist falsch” zu einem konkreten Plan, der es behebt – mit sichtbarer Wirkung je Massnahme.

Reifegrad auf dem Weg zu PQC

Jede Stufe stellt eine echte Teilmenge der vorherigen dar. Eine Organisation kann nur dann „PQC-fähig” sein, wenn sie zuvor „kryptografisch bereinigt” wurde. Der hier als generischer Vierstufen-Pfad dargestellte Prozess ist nicht an die aktuellen Zahlen eines bestimmten Kunden gebunden.

Ihr nächster Schritt

Der richtige Moment für die Transition ist jetzt

Wenn Sie warten, bis Standards, Anbieter oder Regulatoren den Takt vorgeben, riskieren Sie, dass Ihnen die Zeit für eine saubere Migration fehlt.

Tauschen Sie sich mit unseren Experten über Ihre Ausgangslage aus oder lernen Sie unseren Ansatz im Rahmen einer Demonstration kennen.

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